Programm zur Umsetzung der Digitalisierungsstrategie SNV/FSN

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Hiermit informieren wir Sie über den Start des Programms zur Umsetzung der Digitalisierungsstrategie des Schweizer Notarenverbands (SNV) sowie über den aktuellen Stand und zentrale Entwicklungen. Die Laufzeit des Programms ist für den Zeitraum von 2025 bis Ende 2028 ausgelegt.

Der SNV hat gemeinsam mit der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD) im vergangenen Jahr das Programm zur Umsetzung der Digitalisierungsstrategie lanciert.

Ziel des Programms ist es, die Digitalisierungsstrategie des SNV systematisch im Ökosystem der Notariate umzusetzen und nachhaltig zu verankern. Ein zentraler Bestandteil des Programms ist die enge Abstimmung mit dem Projekt «Elektronisches Urkundenregister (ELUR)» des Bundesamts für Justiz. In diesem Zusammenhang werden insbesondere die rechtlichen Grundlagen (Verordnungen) sowie weitere fachliche und technische Ergebnisse konsequent auf den geplanten Einführungstermin des elektronischen Urkundenregisters ausgerichtet.

Die nachfolgende Übersicht ordnet das Bundesgesetz über die Digitalisierung des Notariats (DNG), das Projekt ELUR sowie das Programm zur Umsetzung der Digitalisierungsstrategie des SNV in ihrem Gesamtkontext ein.

Abbildung 1: Übersicht Bundesgesetz DNG und Einordung von Projekt ELUR und Programm SNV

Die Grundlage des Programmauftrags bilden die strategischen Leitprinzipien:

  • das digitale Primat,
  • das Once-Only-Prinzip sowie
  • die drei erprobten und freigegebenen Geschäftsfälle.

Darüber hinaus ist vorgesehen, dass sämtliche Vorgaben und Lieferergebnisse auf anerkannten Standards sowie bewährten Technologien basieren.

Die Digitalisierungsstrategie wird über die vier Handlungsfelder Organisation, Prozesse, Technologie und Datenmanagement umgesetzt. Zu diesem Zweck wurden siebzehn Massnahmen definiert, die in zwei Projekten gebündelt und schrittweise im Rahmen des Programms realisiert werden.

 

Projekt «Organisation und Prozesse»

Im Projekt «Organisation und Prozesse» wurde die Projektorganisation erfolgreich aufgebaut. Das Kernteam setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Domänen Notariate, Grundbuch und Handelsregister zusammen und umfasst Teilnehmende aus acht Kantonen. Die im Kernteam erarbeiteten Ergebnisse werden im Rahmen eines Mitberichtsverfahrens an Vertreterinnen und Vertreter aus weiteren zehn Kantonen zur Stellungnahme und Einbindung weitergeleitet.

Die Projektplanung wurde im letzten Jahr gezielt auf die Erarbeitung fachlicher und konzeptioneller Grundlagen ausgerichtet. Dabei wurden zwei zentrale inhaltliche Meilensteine verfolgt:

  • Die Geschäfts‑ und Supportprozesse sind konsequent auf das digitale Primat auszurichten.
  • Der Datenaustausch zwischen den Anspruchsgruppen erfolgt nach dem Once‑Only‑Prinzip.

Zur Ausrichtung der Prozesse auf das digitale Primat wurden mehrere Workshops durchgeführt. Diese umfassten sowohl domänenübergreifende Workshops (Notariate, Grundbuch und Handelsregister) als auch domänenspezifische Workshops. Auf dieser Grundlage wurden die Geschäftsfälle im Notariatswesen identifiziert, für welche harmonisierte, digitale SOLL‑Prozesse spezifiziert wurden.

Das Ökosystem der Notariate ist durch eine Vielzahl von Akteuren geprägt, was zu komplexen Abhängigkeiten und einer hohen Prozesskomplexität führt. Die Bereitschaft zur Harmonisierung ist bei einzelnen Vertreterinnen und Vertretern derzeit noch nicht durchgängig vorhanden, wodurch weiterhin projektspezifische Herausforderungen bestehen. Die spezifizierten SOLL‑Geschäftsfälle tragen diesen Rahmenbedingungen jedoch angemessen Rechnung.

Das Once‑Only‑Prinzip sieht vor, dass Notariate, Registerbehörden, Mandantinnen und Mandanten sowie Geschäftspartner der Notariate auf bereits vorhandene Daten zugreifen können, ohne dass diese erneut oder mehrfach manuell erfasst werden müssen. Ziel ist eine Steigerung der Effizienz sowie eine Verbesserung des Nutzererlebnisses für die Notarinnen und Notare.

Im Rahmen der Arbeiten wurden aus Sicht der Notariate die relevanten Datenquellen und Register zur Umsetzung des Once‑Only‑Prinzips identifiziert. Dabei wurden blockierte Datenquellen festgestellt, insbesondere im Zusammenhang mit dem kantonsübergreifenden Zugriff von Urkundspersonen und Hilfspersonal auf Daten aus Personen‑ und Zivilstandsregistern zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben.

Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sowie die abgeleiteten Handlungsempfehlungen werden in die weitere Projektplanung integriert.

 

Projekt Technologie und Datenmanagement

Das Projekt «Technologie und Datenmanagement» wurde per Ende 2025 initialisiert. Der Projektauftrag wird derzeit durch die Programmleitung und die Projektleitung finalisiert. Parallel dazu erfolgt die Evaluation und Konstituierung der Projektorganisation sowie der beteiligten Vertreterinnen und Vertreter.

Gerne informieren wir Sie im nächsten Newsletter über weitere Entwicklungen. Für Fragen steht Ihnen die zentrale Anlaufstelle des SNV jederzeit zur Verfügung.

 

Zentrale Anlaufstelle SNV:

digitalisierung(at)snv-fsn.ch

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